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Rosenrot

FSK 18


Leser








als ich an seiner t?r klingele ist es lange dunkel. der mond steht kaltgelb ?ber dem haus. dieser anblick wirkt nicht tr?stlich wie sonst sondern bedrohlich und einsch?chternd. obwohl ich ja darauf gewartet habe, zucke ich zusammen als im flur das licht angeht. er ?ffnet die t?r. ich starre auf den boden zu seinen f?ssen, schaffe es nicht, seinen blick zu erwidern. er macht einen schritt zur seite, gibt den weg frei und bittet mich so stumm hinein.
als er auch die wohnungst?r hinter uns schliesst, kann ich das zittern nicht l?nger unterdr?cken und auch die tr?nen lassen sich nicht mehr verbergen. er merkt es sofort und nimmt mich ohne z?gern in den arm, dr?ckt mich an sich. ich weiss nicht, wie lange ich weine, wie viele meiner tr?nen sein t-shirt durchn?ssen. z?rtlich streichelt er mir durchs haar und murmelt unabl?ssig beruhigend tr?stende worte in mein ohr.
irgendwann l?sst der weinkrampf endlich ein wenig nach. er sp?rt, wie ersch?pft ich bin. sanft aber bestimmt f?hrt er mich in sein schlafzimmer, setzt mich aufs bett. genauso bestimmt streift er mir schuhe und str?mpfe ab, zieht mir jeans und t-shirt aus. ich lasse es einfach geschehen. dann sitze ich nur noch in slip und bh vor ihm. er schl?gt das laken zur?ck, dr?ckt mich in die weichheit des bettes und deckt mich dann sorgf?ltig zu. k?hles schwarzes satain umspielt meine haut, schmeichelt sich um mich. er streichelt mir sanft ?ber die wange, sagt leise, er sei gleich zur?ck und l?sst mich allein. ich schliesse die augen, h?re seine schritte sich entfernen. er lehnt die t?r nur an und ich kann ihn in der k?che hantieren h?ren. leises klappern, eine schublade ?ffnet sich und das kurze knarzen der k?hlschrankt?r. ganz normale allt?gliche ger?usche, die erstaunlich beruhigend auf mich wirken.
nach ein paar minuten kommt er zur?ck, zwei gl?ser eiskaffee in der hand. er stellt beide auf seinem nachtisch ab bevor er sich aus seinen kleidern sch?lt und nur im slip unter die decke schl?pft. er zieht mich zu sich, richtet mich halb auf und setzt mir das glas an die lippen. die k?lte tut gut, und ich leere es fast komplett in zwei, drei grossen schlucken. er stellt es achtlos zur seite, rutscht tiefer zwischen die k?hlen laken und zieht mich wieder nah an sich, nimmt mich in den arm. mein kopf kommt auf seiner brust zu liegen. sein herz schl?gt beruhigend kr?ftig und gleichm?ssig. seine finger spielen mit meinen haaren, seine hand streichelt z?rtlich meinen r?cken. lange liegen wir so da, schweigend aneinandergekuschelt. das zittern in mir l?sst langsam nach. ich bin versucht etwas zu sagen, mich zu erkl?ren, aber wie auch immer ich die worte in meinem kopf hin und herschiebe, sie erscheinen mir sinnlos und ?berfl?ssig.
irgendwann muss ich eingeschlafen sein. leise stimmen vom fernseher wecken mich und das unruhige flackern erhellt das zimmer. er muss ihn eingeschaltet haben, als ich einschlief, aber noch immer h?lt er mich fest in seinem arm, pocht sein herzschlag an meinem ohr, streicheln seine h?nde unabl?ssig meinen hals und nacken, die schultern, den r?cken. warm und weich sind seine ber?hrungen, z?rtlich und liebevoll.
er merkt, dass ich wieder wach bin, fragt: "besser?", und ich nicke nur. ich f?hle mich tats?chlich besser auch wenn ich nicht einmal genau sagen kann warum. aber es f?hlt sich geborgen an, hier bei ihm zu liegen. geborgen, sicher. mir ist danach, ihn zu fragen warum er so zu mir ist. warum er da ist. warum er mich ertr?gt ohne fragen zu stellen oder erkl?rungen zu verlangen. ich frage nicht. vielleicht habe ich angst vor der antwort. statt dessen frage ich nach der uhrzeit.
"musst du zur?ck?", will er wissen.
"nein, heute nicht", l?ge ich und das schlechte gewissen beisst mich nur einen kurzen augenblick.
er hat es trotzdem bemerkt und l?chelt sp?ttisch. nur kurz aber lange genug damit ich nicht so tun kann, als h?tte ich es nicht gesehen.

den rest dieser nacht reden wir nicht mehr. seine ber?hrungen werden irgendwann verlangender, und ich setze ihnen nichts entgegen. er bekommt seinen fick und ich meine illusion von geborgenheit und w?rme. als ich mich in der morgend?mmerung aus dem haus schleiche weiss ich nicht einmal zu sagen, ob ich mich besser oder schlechter f?hlte als vor ein paar stunden als ich hier geklingelt habe.
22.9.05 23:55





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