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Rosenrot

FSK 18


Leser








draussen, unter neu einsetzendem schneefall, beginnt die grosse verabschiedungsrunde. die gruppe wird sich für den heimweg in drei richtungen aufteilen und wird in nächster zeit auch nicht mehr so zusammenfinden können. jeder umarmt jeden noch mal, gibt gute wünsche mit auf den weg, die hoffnung auf ein baldiges wiedersehen schwingt hinter jedem wort. ich habe die runde einmal durch, nur er fehlt noch. den ganzen abend schon prickelt die luft zwischen uns, doch nichts ist geschehen. jetzt verlegenes lächeln beiderseits. dann er: "na komm schon her" mit weit geöffneten armen. ich mache den einen schritt auf ihn zu, und er umarmt mich, drückt mich fest an sich. das fast geflüsterte "ich werde dich sehr vermissen" klingt eine spur zu intensiv in meinem ohr und jagt mir einen schauer über den rücken. die umarmung dauert lange, er macht keine anzeichen, sie beenden zu wollen und auch ich versuche nicht, mich daraus zu lösen. "du wirst mir auch fehlen", antworte ich. er seufzt leise, drückt mich noch fester an sich, schaukelt uns ein bisschen hin und her. ich kann nicht sagen ob beabsichtigt oder zufällig, aber dabei reibt er sich an mir, und ich kann deutlich spüren, dass er sehr erregt sein muss. so sehr es mich einen augenblick lang verwundert, so sehr merke ich auch, dass es mich sofort selbst unheimlich aufgeilt. ich drücke ihn noch einmal fest an mich, dann löse ich mich aus seiner umarmung, bevor der rest der gruppe etwas merkt. als er mich widerwillig frei gibt, zwinkere ich ihm zu, mein grinsen muss leicht spöttisch geraten sein, denn er wirkt verlegen, die wangen röten sich und schnell zieht er seinen mantel zu.
in die verabschiedungsszene um uns rufe ich meinen begleitern ein "ich verschwinde noch mal schnell, bevor wir fahren" zu und hoffe, dass meine stimme nicht ganz so erregungsheiser klingt, wie sie sich in meinen ohren anhört. eigentlich war ich vorhin erst zur toilette, aber ich brauche dringend einen augenblick für mich. ein kleines bisschen hoffe ich wohl auch, dass er mir folgt, dass uns noch ein paar minuten zweisamkeit zum abschied bleiben. als könne er gedanken lesen. ich bin schon an der tür, da höre ich seine stimme hinter mir, wie er seinen mitfahrern zuruft, er sei gleich zurück. ein paar schnelle schritte, nur wenige meter, dann ist er auch schon hinter mir, folgt mir in den vorraum der toiletten, schliesst die schwere tür hinter uns. er zieht mich fast hektisch zu sich, hält mich fest als ich unsicher einen schritt zurück machen will. plötzlich liegt seine hand heiss auf meiner wange, zeichnet sein daumen zärtlich die form meiner lippen nach. ich sehe in seine augen und mein denken schaltet sich aus, reflex und gefühl übernehmen meinen körper, meine handlungen. meine lippen öffnen sich leicht, küssen noch zögerlich seinen daumen, verraten, wie scharf ich schon den ganzen abend auf ihn war. zwischen unseren augen brennt die luft als er näher kommt, mich an die wand drückt und mich küsst, erst ganz zart, dann schnell gieriger. ein einzelnes gemeinsames aufstöhnen vermischt sich in unseren mündern, unserem atem. sein blick ist eine einzige frage, die ich nickend beantworte, und dann geht plötzlich alles sehr schnell.
er drängt mich in die leere damentoilette, den gang entlang zur letzten der geräumigen kabinen. laut fällt die tür hinter uns zu. ich höre gerade noch, dass er sie verriegelt, dann sind seine lippen schon wieder fest auf meinen, tanzen unsere zungen umeinander, zerren seine hände ungeduldig an meinem shirt und meine an seinem gürtel. sein mantel fällt ausgebreitet über den toilettendeckel, die jeans rutscht hinunter auf seine knöchel. ich schiebe seine shorts hinterher und höre mich selbst scharf einatmen als mir sein überraschend grosser schwanz entgegen springt. ein zittern jagt über meinen körper. gierig greife ich nach ihm, wichse ihn ein paar mal fordernd und geniesse den keuchenden atem an meinem hals, während er meine hose und den längst durchnässten slip mit fahrigen fingern meine beine hinabschiebt. er setzt sich auf die mantelbedeckte toilette, zieht mich zu sich, auf sich. hastig lasse ich mich auf ihn und auf seinen schwanz sinken. er schiebt mein shirt noch weiter hoch, vergräbt sein gesicht stöhnend an meiner brust. saugend, leckend, beissend murmelt er unverständliche wortfetzen auf meine haut als ich auf ihm zu reiten beginne. seine hände greifen nach meinen hüften, steigern gierig das tempo. schon spüre ich den ersehnten orgasmus quälend langsam mein rückgrad hinabkriechen. ich presse mich an ihn, meine hände klammern sich in sein haar, seinen nacken, mein kopf fällt schwer auf seine schulter, während ich ihn ficke. schneller, immer schneller. er ist so tief, so geil, so hart, so heiss. schneller, bitte, härter! von ihm nur gepresstes stöhnen, ich keuche atemlos. jeder stoss noch eine steigerung. dann spannt sein körper sich, zitternd stöhnt er ein letztes mal laut auf und kommt. ihn zuckend in mir zu spüren ist auch für mich zu viel, und mein orgasmus ist intensiv wie lange nicht.
schwer atmend lösen wir uns voneinander, ringen um luft und fassung gleichermassen. er hat beides vor mir wieder, säubert sich mit schnellen bewegungen von den gröbsten spuren und zieht sich wieder an. während er seinen mantel überstreift gibt er mir einen letzten kurzen aber unglaublich zärtlichen kuss und sagt: "jetzt werde ich dich erst recht vermissen". dann ist er fort. immer noch atemlos ziehe auch ich mich wieder an, ordne mit bebenden händen kleider und haare. das gesicht im spiegel wirkt einen augenblick lang vollkommen fremd. noch einmal hole ich tief und zitternd luft, kämpfe um gespielte gleichgültigkeit bevor ich wieder nach draussen gehe. nur ein paar minuten können wir insgesamt weg gewesen sein, trotzdem fürchte ich, dass etwas bemerkt wurde. doch auf dem parkplatz ist unter den anderen in der zwischenzeit eine wilde schneeballschlacht entbrannt. sein noch immer gerötetes gesicht sehe ich bereits mittendrin im getümmel. ich ducke mich unter einem schneeball hinweg, zeige unserem fahrer winkend, dass ich zurück bin. daraufhin brüllt der gespielt theatralisch: "rückzug!", und lachend verteilen sich die schneekämpfer auf die entsprechenden autos.
meine augen suchen und finden ihn, lächeln ihn an. nur ein kurzer blickkontakt. "danke!", ruft er mir noch zu, bevor er einsteigt und die autotür zufällt. "wofür bedankt er sich?", fragt einer meiner begleiter verwundert. ich lache nur, werfe eine handvoll schnee nach ihm und sehe noch einen moment lang dem abfahrenden wagen hinterher.
3.1.06 01:01


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